Claudia Maria Struwe
Claudia Maria Struwe
Claudia Maria Struwe
 Claudia Maria Struwe       

Auswirkungen der Corona-Ängste auf unsere Tiere

 

Was die Corona-Angst mit unseren Tieren machen kann

 

Liebe TierfreundInnen,

 

die medizinischen und sozialen Folgen, die das Coronavirus in der Menschheit bewirkt, werden hinlänglich diskutiert. Als Tierkommunikatorin interessiert mich natürlich die Haltung der Menschen, die mit Tieren leben und diese gut versorgt wissen wollen.

 

Was z.B. können die Tierfutter-Hamsterkäufe in der Psyche unserer Tiere bewirken, wenn wir der Angst zu viel Bühne geben? Was geschieht hier? Die Menschen lassen sich leiten von ihrer Sorge, ihre Tiere nicht mehr ’ver-sorgen’ zu können. Wie Tierhalter, die ihre Tiere durch KommunikatorInnen schon einmal zu Wort kommen ließen, wissen, kommt genau diese Sorge bei unseren Tieren an. Und zwar 1:1. Auch wenn man sich nicht tierkommunikatorisch mit seinem Tier verständigt, - man weiß heutzutage darum, dass Tiere unsere Gefühle wahrnehmen. Deshalb möchte ich in Ihnen anregen, lassen Sie sich nicht anstecken von der überstarken Emotionalität, sondern lassen Sie mehr denn je Ihre Ratio walten. Wir brauchen Beides: Gefühle UND Verstand. Dieser könnte sich fragen, wo denn die Tierfutterhersteller, die beispielsweise aus ethischen Gründen Fleischfresser mit Biofleisch versorgen, nun der überdimensionalen Nachfrage an „Tiermaterial“ nachkommen sollen? Soll das Rind nun schneller wachsen? Dann sind wir genau da, wo wir nicht sein wollen.

 

Vernünftig Vorsorgen im sinnvollen Rahmen, der Rücksicht auf Mitmensch und Mittier gewährt, führt in solchen Zeiten zu den positiven Auswirkungen. Ja, es geschieht etwas Besonderes in der Welt. Ja, wir laufen Gefahr, dem durch den in unserer Gesellschaft stark ausgeprägten Perfektionismus, Kontrollwahn und Narzissmus ein Türchen zu öffnen, denn jetzt geht es ja um unsere Lieben!

 

Aber: Wir haben genau jetzt die Chance, unsere Werte zu überdenken, zu wandeln oder zu festigen. Je größer unsere Unsicherheit, unsere Angst in uns ist, umso mehr Vorräte kaufen wir ein – und genau diese Unsicherheit und Angst füttern wir mit dem Futter mit. Im Durchschnitt geben wir sie zweimal am Tag in den Napf unserer Tiere. Was kann das bewirken? Sie haben die doppelte Dosis Angst aufgenommen – nicht nur durch unsere Psyche, sondern auch durch die Futteraufnahme - in jede ihrer Körperzellen. Meine jahrzehntelange Arbeit belegt, wie sehr sich dies wiederum auf die Seele der Tiere auswirkt , ebenso auf ihre Gesundheit. Gehen wir diese Gedanken am Beispiel darmempfindlicher Tiere durch. Wer sensible Tiere hat, wird möglicherweise mit hoher Empfindlichkeit des Magen-Darmtraktes seines Lieblings seine Nöte gehabt haben. Endlich ein geeignetes Futter gefunden, wird dieses, in der Sorge, dass es ausgeht, jetzt in übermäßig großen Mengen nachbestellt. Dieses Futter, nun im Zustand der Angst gefüttert, bewirkt genau das, was man zu verhindern versucht. Das Verdauungssystem des sensiblen Tieres reagiert, man muss das Futter evtl. umtauschen. Doch in was? Es ist nichts mehr da zum Tauschen.

 

Wir sind also aus meiner Sicht gefordert, Vernunft und Gefühl zusammenarbeiten zu lassen, uns zu informieren und im für die Allgemeinheit gesunden Maße zu agieren. Angst ist der schlechteste Ratgeber. Angst macht unsere Tiere (wieder) ängstlich, möglicherweise aggressiv, umso mehr,  wenn sie es früher einmal waren. Wenn ich nur an meine beiden Hunde aus Rumänien denke. Es erforderte viel Psychohygiene in mir und den Hunden, ihnen zu vermitteln, dass sie nicht mehr um ihre Ressourcen, wie Futter, Schlafplatz, Rangordnung kämpfen müssen.

 

Sie wissen heute, es ist alles da, was sie brauchen, sie können vertrauen. Wir sind zusammen, wir sind ein Team und Herausforderungen werden als Gruppe bearbeitet und verarbeitet. Als Gruppe dienen wir etwas Größerem und nicht dem Kleingeist.

 

Lassen Sie sich motivieren, diese Zeit zu nutzen, zu sich zu kommen, ihre Tiere noch besser kennenzulernen und vor allem, die gemeinsame Zeit zu genießen und in die Dankbarkeit zu gehen. Denn wir wissen ja, unsere Gedanken schaffen unsere Welt.

 

 

Herzlichst, Claudia Maria Struwe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SIMON'S LIFE

Struwe, Claudia Maria
Ein Buch für Tierfreunde
ISBN 978-3-7392-1696-6
Hardcover 224 Seiten
€ 19,99 incl. Mwst

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