Tier - Mensch - Kommunikation Tiefgreifend Mental Konstruktiv
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Das 'Fehlverhalten' des Hundes als Chance für seinen Menschen

Wie oft hören wir Sätze, wie: ’’Ich bin nicht mehr in meiner Mitte ….Ich stehe neben mir…..Du musst mehr aus dir heraus gehen…Du musst dieses und jenes Thema loslassen!’’ Worum geht es hierbei denn im Eigentlichen? Wie fühlen wir uns, wenn wir nicht in unserer Mitte sind, nicht aus uns herausgehen können, etc.? Welche Folgen hat unser Gefühl und das daraus resultierende Verhalten in solchen Zuständen für unsere Mitwelt – die Menschen und Tiere, mit denen wir zusammen leben? Wie sollen wir aus uns herausgehen, wenn wir nicht in uns drin sind? Was sollen wir denn ‚einfach loslassen’, wenn wir in uns keinen Halt haben? Woher nehmen wir dann die Stärke, unsere Tiere zu führen, ihr Halt zu sein?!

 

Jeder von uns kennt solche Gedanken, solche Situationen. Wir stehen nicht stabil mit beiden Füßen auf dem Boden. Wir finden zu verschiedenen Themen keine eigene ‚Einstellung’. Wir lassen uns leicht ablenken und beschäftigen uns mit unwichtigen Dingen, die uns vom Wesentlichen abhalten. Wir haben den Eindruck, uns wehren zu müssen und wissen nicht, wie. Scheinbar unerkannt suchen wir nach ‚An– Erkennung’ und warten in der Zwischenzeit auf die nächste Attacke in Form von Unzufriedenheit des Partners/der Partnerin, Unsolidarität seitens der KollegInnen, Unfriede mit den Kindern und unseren Tieren.

Unser Reaktionsmuster bewegt sich erfindungsreich zwischen Lethargie und Aggression und wir suchen in solchen Zeiten Rat von Freunden, Stabilität durch andere Menschen oder Beschäftigungen, -  was uns letztendlich noch weiter von uns weg befördert. Am deutlichsten zeigen uns unsere tierlichen Freunde, wie wir wieder unsere eigene Spur finden können. Sie sind weder diplomatisch, noch vorwurfsvoll. Ohne Umschweife blökt beispielsweise unser Hund sämtliche vorbeilaufenden Fußgänger mit oder ohne Hund an, benimmt sich, wie eine Bestie  - ungeachtet der hilflosen Beruhigungsversuche des Menschen am anderen Leinenende. Ja, eigentlich ja seines Menschen, den er aber nicht mehr als solchen wahrnehmen kann. Was die hundliche Bestie wahrnimmt, ist eine Kombination unterschiedlich großer und verschieden deutlicher Fragezeichen, eingebettet in das, was er einmal als seinen Menschen kannte.

 

Spätestens hier dürfen wir erkennen, dass wir die Zeit, die wir zum Telefonieren, Chatten, Ablenken verwenden, effektiver verwenden können. Hier hört oder liest man von dieser Erziehungsmethode, dort von jenem Umgangsstil, vielen Ver- und Beurteilungen, die letztendlich verwirren, liegt ihrer Begutachtung nicht das Erkennen des Wesens ‚Hund’ zugrunde, mit dem man zusammenlebt. Gehen wir davon aus, dass dieser Hund nicht zufällig ausgerechnet bei uns gelandet ist, dann können wir auch annehmen, dass er uns mit seinem scheinbaren Fehlverhalten so lange provoziert, bis wir bereit sind, genauer hinzusehen. Es geht nicht darum, die Symptome, das ‚Fehlverhalten’ unseres Hundes zu ändern, sondern – was zugegebener Maßen die größere Herausforderung ist – uns zu fragen: Was macht das Verhalten meines Hundes mit mir? Was zeigt er mir damit? Wie sollte ich meine innere Haltung korrigieren, um für ihn wieder ein Halt sein zu können? Was genau hat mich aus der Spur treten lassen? Wie kann ich diese als negativ empfundene Erfahrung umdrehen und einen positiven Nutzen daraus ziehen für meine eigene Entwicklung? Konfrontieren wir uns einmal mit uns selbst, werden wir erkennen, was es da alles aufzuräumen gibt. Jede Menge! Da bleibt gar keine Zeit mehr dafür, im Außen zu suchen. Wie aber können wir aufräumen?

Schauen wir uns einmal an, was geschieht, wenn wir uns im Wald verlaufen haben: Anfangs hatten wir vielleicht noch eingeplant, unterwegs in einer gemütlichen Wirtschaft einzukehren und nun quält uns der Hunger und wir sind enttäuscht. Die Kinder möchten jetzt zu Hause sein, weil ihre Lieblingsserie gleich anfängt, die Freundin ist betrübt, weil sie ihr Handy vergessen hat und keine Kurznachricht an ihren Partner senden kann und so weiter. Viele alltägliche Problemchen waren unterwegs besprochen, Geschichten erzählt worden, wodurch wir vergessen hatten, auf den Weg zu achten. Dann stehen wir plötzlich mitten im Wald und keiner kennt sich mehr aus. Inzwischen dämmert es und die wenigen Waldspaziergänger, die jetzt noch unterwegs sind, sind sich bezüglich der einzuschlagenden Richtung, die uns an unser Ziel führen soll, selbst nicht einig. Jetzt bleibt uns nur noch, uns unserer ursprünglichen Richtung zu erinnern, die Ruhe zu bewahren und auf unserem Weg zu bleiben, bis wir an einer bekannten Stelle ankommen, von der aus wir das Ziel ansteuern können. Spätestens jetzt sind wir da angelangt, wo es nichts mehr nützt, unseren Enttäuschungen nachzuhängen und uns gegenseitig etwas vorzuklagen. Alle haben stattdessen nun dieselben Gedanken, dasselbe Ziel und denselben Wert: Heimkommen ins Warme, Helle, in die Geborgenheit. Die Alltagssorgen, die uns vorher beschäftigt hatten, interessieren uns nicht mehr. Zu Hause angekommen wärmen wir uns auf und erholen uns von den Strapazen. Nach einer kleinen Weile, in der wir Abstand von dem Geschehen gewonnen haben, reflektieren wir, was uns dazu gebracht hatte, vom Weg abzukommen. Wenn wir schlau sind, werden wir nicht nur den oder die erkannten Fehler vermeiden, sondern wir werden künftig sicherheitshalber ein wenig Proviant einpacken, ausreichend Trinkwasser für Mensch und Hund mitnehmen mitsamt einer Taschenlampe und eventuell noch Wanderkarte und Kompass. Wenn wir dann noch die Stille des Waldes genießen und durch sie unsere Seele auftanken, statt sie mit unseren Alltagssorgen unentwegt zu überdecken, haben wir eine große Portion Lebensqualität dazugewonnen.

So dürfen wir es erleben, wenn unsere Gedanken und unsere Seele verwirrt sind und wir uns auf uns selbst zurück besinnen müssen, weil das Verhalten unseres Hundes uns Gott sei Dank dazu zwingt. Wir halten an, überprüfen unseren Standpunkt, schaffen uns den Raum, in dem wir uns wohl fühlen, halten ihn wachsam in Ehren und lassen nur jene Gedanken, Beziehungen, Erlebnisse in diesen Raum hinein, die uns gut tun. Wir erkennen uns selbst, erkennen uns an und wählen aus uns selbst heraus die Art und Weise, wie  und wohin wir unseren Weg mit unserem Gefährten Hund fortsetzen. Automatisch sieht sich der Hund dankbar als erkannt, bzw. wiedererkannt, als eigene Persönlichkeit anerkannt und findet sich dort wieder, wo er hingehört: An der Seite seines Weggefährten Mensch.

 

Was hier in Kürze beschrieben ist, erweist sich in der Praxis als individueller Prozess mit individueller Dauer. Geduld und Durchhaltevermögen zahlen sich aus. Am Ende sind wir die, die zu danken haben. Dem Leben, uns selbst und unserem Hund.

 

Herzlichst, Claudia Maria Struwe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SIMON'S LIFE

Struwe, Claudia Maria
Ein Buch für Tierfreunde
ISBN 978-3-7392-1696-6
Hardcover 224 Seiten
€ 19,99 incl. Mwst

Vortrag 01.Juli 2017

Energetischer Schutz für Menschen und Tiere in Heil- und Lehrberufen. 

 

 

 

 

Wochenendseminare 2017:

 

11./12.März: Basisseminar TMK

 

06./07.Mai: TMK mit Ihrem Tier über Ihr Krafttier

 

03./04.Juni: Auflösung von Traumata und Ängsten bei Haustieren

 

08./09.Juli: Energetisches Handeln und heilsames Denken beim Haustier

 

 

 

 

 

 

 

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